17.01.18: Diagnose Reizdarmsyndrom

Manche Menschen gehen mehrmals 4, 5 oder 6x am Tag und mehr aufs stille Örtchen. Diese Menschen haben meist auch Bauchkrämpfe, Blähungen, zu weichen Stuhlgang bis hin zum Durchfall und das täglich. Mal besser, mal schlechter. Das entspricht ganz und gar nicht einer gesunden Verdauung und ist nicht normal! Wenn alle organischen Ursachen sowie Allergien ausgeschlossen wurden spricht man meist vom Reizdarmsyndrom. Das Kind bekommt also einen Namen und die Patienten müssen fortan damit leben.

Dabei gibt es so viele Möglichkeiten der Sache auf den Grund zu gehen! Wir finden häufig im Zusammenhang mit dem Reizdarm ein schlecht regulierendes Nervensystem, einen zu fest gespannten Bauch in dem sich die Organe nicht geschmeidig bewegen können und eventuelle Wirbelsäulenprobleme v.a. im unteren Lendenwirbelbereich. Durch eine anhaltende Stressreaktion im Körper wird auch die Sympathikusaktivität gesteigert und es kommt zu Problemen in der Verdauung. Die Durchblutung des Darmes kann beeinträchtigt werden und durch die verringerte Aufnahmefähigkeit des Darmes zeigen sich evtl. ein erhöhter Histaminspiegel (führt zu allergischen Reaktionen), das fehlen von Mineralien und Vitaminen und eben Beschwerden beim Stuhlgang. Bei Blockaden im oberen Kopfgelenk kann ebenso der N. Vagus (Reguliert den Großteil unseres Verdauungstraktes) komprimiert werden und die Verdauung macht Probleme. In einer gründlichen Anamnese und Befundaufnahme können schon häufig Zusammenhänge gefunden werden und den Betroffenen geholfen werden, natürlich sollte das Augenmerk auch auf der Ernährung liegen. Eine funktionierende Verdauung ist äußerst wichtig für unsere Lebensqualität und Gesundheit. Denn Gesundheit fängt schon im Darm an, da hier ein Großteil unseres Immunsystems sitzt! Es gibt viele verschieden Ansätze die man bei einem Reizdarmsyndrom in betracht ziehen kann.