Endometriose: eine wenig bekannte Erkrankung – Osteopathie am Harras

Endometriose: eine wenig bekannte Erkrankung

Wie schon im letzten Artikel geht es heute um ein Thema, das Frauen betrifft.
Es ist uns ein Anliegen diese Erkrankung vorzustellen, da sie relativ häufig ist (bis zu 13% der gebärfähigen Frauen), jedoch oft erst sehr spät diagnostiziert wird.

Es handelt sich um die Endometriose, eine hormonabhängige, gutartige Erkrankung der Gebärmutterschleimhaut. Dabei bilden sich ausserhalb der Gebärmutter „Inseln“ von Schleimhaut, die dem normalen Menstruationszyklus unterliegen, sich also auf-u.abbauen. Diese sogenannten Herde liegen meist an den Eierstöcken, aber auch an Scheideninnenwand oder Darmwand können sie vorkommen.
Vor allem während der Menstruation leiden die betroffenen Frauen unter starken Krämpfen, aber auch chronische Bauch- und Rückenbeschwerden können vorkommen. Außerdem berichten Patientinnen häufig von Schmerzen beim Geschlechtsverkehr oder Stuhlgang.
Zusätzlich kann Endometriose die Ursache für Unfruchtbarkeit sein, die Frauen werden einfach schwer oder nicht schwanger.
All diese Symptome sind sehr belastend, teilweise mit Scham besetzt oder werden, wie die Menstruationsbeschwerden, als normal angesehen.

Dabei vergehen dann oft Jahre bis die richtige Diagnose gestellt wird. Das ist vor allem bei unerfülltem Kinderwunsch dramatisch.
Die Diagnosestellung ist leider auch nicht ganz einfach, Sicherheit gibt im Prinzip nur eine Bauchspiegelung, bei der die Herde aufgespürt und ggf. auch gleich entfernt werden können. Die Anamnese mit den o.g. Symptomen gibt aber in der Regel den ersten Hinweis.
Die Therapie besteht im Wesentlichen aus chirurgischen Maßnahmen und medikamentöser Therapie.
Unterstützend können komplementäre Therapien, wie Osteopathie, Akupunktur, TCM u.ä. angewandt werden, um die Symptome zu lindern. Auch eine Ernährungsumstellung und generelle Verbesserung der Lebenshygiene ( Bewegung, keine Gifte,etc.) ist anzustreben.

Die Endometriose ist ein komplexes Thema, das vollständig zu erklären hier den Rahmen sprengen würde.
Wir möchten v.a. für die Symptomatik sensibilisieren und Frauen ermuntern diese nicht zu bagatellisieren, sondern bei Arzt und/oder Therapeut anzusprechen. Fragen lohnt sich immer!