15.11.17: Narben

Viele Menschen besitzen eine, oder sogar mehrere – Narben. Sie können groß sein, tief oder oberflächlich, klein oder flächig aber in jedem Fall schränken Narben unser Gewebe ein. Es ist ein Schnitt, eine Unterbrechung, eine Einschränkung für unser Gewebe.Narben heilen bei uns allen unterschiedlich. Die gute Wundheilung setzt wenige Minuten nach der Verletzung ein und besteht aus mehrere Phasen, nach 14 Tagen ist die Haut wieder verschlossen, aber bis man vom Abschluss einer Wundheilung spricht vergehen noch einige Wochen. Jedoch neigen verschiedene Menschen auch zu überschießender Heilung und Narben können dadurch wuchern. Wenn Narben sich nicht vollständig schließen, spricht man von schlechter Wundheilung, dies ist oft der Fall bei einer schlechten Stoffwechselsituation (z.B. auch beim Diabetes mellitus).
OP-Narben an Gelenken werden meist gut versorgt und therapeutisch behandelt, bei großen Bauch-OP´s kümmert sich aber meist kein Therapeut mehr um die Narbe obwohl es dort nicht selten zu Verwachsungen kommt. Die Patienten leiden Jahre später oft an Verdauungsbeschwerden, Entzündungen, Schmerzen (bei Frauen vor und während der Regelblutung) oder Bewegungseinschränkungen im Rücken mit Schmerzen. Organe werden dadurch vielleicht schlechter versorgt und in ihrer Bewegung eingeschränkt. Der Klassiker in der osteopathischen Praxis ist hier die Kaiserschnittnarbe. Eine der größten Bauchnarben heutzutage!
Narbenverwachsungen und Beschwerden können auf verschiedenen Wegen gelindert und behandelt werden. Man sollte seine Narben pflegen, egal wo und wie groß.

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